redunmannz

Hier, #aufschrei, ne. Muss ich jetzt nicht erklären oder? War ja schon in der Tagesschau.

Ich war selten so ergriffen auf Twitter, wie vorgestern abend, als ich zuhause saß und zusah wie #aufschrei anfing. Und weiterging. Und schneller scrollte als ich lesen konnte. Frauen, die die Stimme erheben und sagen was scheisse ist.

Ich las jetzt öfter dass Blogtexte von Männern zum Thema vermisst würden. Ich denke, dass mann sich das sparen sollte. Ich finde, das ist kein Mangel. Ich finde ihr solltet lieber die guten Texte von Frauen lesen zum Thema. Meinetwegen auch die schlechten und relativierenden Texte von Frauen. Ich glaube aber nicht dass ich als Mann euch nochmal sagen muss, dass eins Menschen wie solche behandeln muss und dass das derzeit offensichtlich nicht passiert. Oder dass das aus meinem Mund mehr hilft. Oder sollte. Damit verfalle ich nur in übliche Muster in denen Männer alles noch mal wiederhol-erklären, sich aneignen und damit validieren.

Ich denke #aufschrei steht für sich und gehört mir nicht. Ich finde ihn mehr als nur gut und versuche entsprechend solidarisch zu sein. Aber vielleicht wäre es schön wenn Männer hier mal zuhören, akzeptieren und reflektieren. Reden tun sie sowieso dauernd, sonst. Und wenn in zwei oder drei Wochen #aufschrei verklungen ist, können wir Männer ja darüber bloggen, was wir falsch machen und was wir besser machen können. Ohne jetzt den Raum wegzunehmen, der für uns immer selbstverständlich ist.

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